Fechtjahr 2019 / 2020

Ein emotionales Comeback und Alena Trolp

als „Vorbotin von Sturmtief Sabine“

 

Viel Erfreuliches erlebten wir beim diesjährigen Alpe Adria Cup in Graz. Mit je 2 Damen starteten wir im Kadetten- und Juniorenwettbewerb Damendegen:

 

Lina Platzgummer, die sich so richtig auf den Oberlandler Ball am Abend einstimmte, gewann in den Qualifikationsrunden  4 Gefechte (u.a. gegen die spätere Siegerin) und mußte sich in der ersten KO-Runde gegen Hochegger aus Linz geschlagen geben. Mit Platz 10 erreichte sie ein sehr ordentliches Ergebnis und war auch pünktlich und top gestylt beim Ball. In weiser Voraussicht auf eine wahrscheinlich kurze Nacht verzichtete Lina dann auf das Juniorenturnier am nächsten Tag!

 

Dort startete dann nach einer langen Pause wieder Marlene Mark. Nach einem schlimmen Jahr am Rande des Fechtsports faßte sie sich wieder ein Herz und focht (noch ohne viel Training) beherzt, mutig und mit viel Freude. Ihr Wiedererscheinen auf einem Fechtturnier war einer der absoluten Highlights dieses Wochenendes. Mit 4 Siegen in der Qualirunde (darunter gegen die spätere Siegerin) zeigte sie, dass sie allzu viel noch nicht verlernt hat. Platz 12 und die Genugtuung, sich nicht unterkriegen zu lassen, waren mehr als Grund zur Freude.

 

Die dritte im Bunde an diesem Wochenende war Alena Trolp, die zur Zeit die Nummer 1 der Österreichischen U14-Rangliste ist und unbedingt beide Wettbewerbe (U17 und U20) mitfechten wollte. Ein Blick in die Sportordnung des Österreichischen Fechtverbandes war jedoch vorher notwenig, um zu schauen, ob U14 überhaupt bei U20 starten darf.

 

Am Samstag im Kadettenwettbewerb begann sie dann mit dem „Horsd’oevre“: Sie fegte durch die Qualifikationsrunden, in denen sie 7 von 10 Gefechten gewann. Nach Freilos im ersten Ko gewann sie dann auch noch das „Stockerlgefecht“, um im Halbfinale gegen Deisl aus St. Johann mit 13:15 knapp das Nachsehen zu haben:

Der Lohn war die 1. Bronzemedaille!!!

Wer nun geglaubt hatte, das wars, rieb sich Sonntag im U20 Wettbewerb erst recht die Augen (einschließlich Papa Günther): Gekommen um „ein paar Treffer“ zu setzen, gewann Alena in den beiden Qualifikationsrunden sogar 6 von 8 Gefechten und war an Nummer 2 vor dem KO gesetzt. Auch hier hatte sie Freilos in der ersten Runde, um anschließend im Viertelfinale gegen Riede aus Linz mit 15-12 die Oberhand zu behalten. Erst die spätere Siegerin Pia Huber setzte dem Sturmlauf von Alena ein Ende. Das war dann Bronzemedaille Nummer 2!!!!

 

Auch Co-Coachin Lucia Knechtl, die eine langwierige Lungenerkrankung noch außer Gefecht setzt und die sehr traurig war, nicht mitmachen zu dürfen, rieb sich die Augen, freute sich aber, dass sie in Zukunft im Training neben Marlene nun eine weitere Konkurrentin hat, mit der sie sich matchen kann!

 

Dr. Achim Wargalla

„Congrats Mr. President“

 

An 6 Europa- und Weltmeisterschaften hat FCG-Präsident Lukas Knechtl schon teilgenommen.

Die Quali zur Nummer 7 schaffte er heute bei den Internationalen Niederösterreichischen Meisterschaften in Mödling – NUR: Es war die erste Quali als Präsident seines eigenen Clubs!

 

Extrem effektiv gestaltete Lukas bisher die Saison: Auf das erste U23-Qu-Turnier in Colmar/Frankreich verzichtete der Montan-Student – zu teuer und zu viel zeitlicher Aufwand, ebenso auf den ersten Weltcup in Bern. Lapidarer Kommentar: Ich hol mir die Quali eh in Mödling.

Einziges Vorbereitungsturnier waren die Steirischen Meisterschaften 2 Wochen zuvor.

In Mödling sprühte Lukas dann vor Fechtfreude: Im Teilnehmerfeld von 89 Fechtern aus 14 Nationen gestaltete er die extrem starke Qualifikationsrunde sehr erfolgreich: Mit 5 Siegen bei nur einer Niederlage erreichte er als Nummer 8 die Direktausscheidung. Nach einem Freilos im 128iger-KO gewann er gegen seinen slowakischen Trainingspartner aus der Südstadt Samuel Stolar mit 15-9 und anschließend gegen den Weißrussen Mikhalkou mit 15-6. Der ganz große Wurf –das Finale der besten 8- hatte Lukas dann zum Greifen nah. Mit 13-8 und 14-12 lag er gegen den Russen Rassolov schon vorne, ehe er etwas zu passiv agierte. Mit 14-15 verlor er zwar diesen Kampf, ist aber mit Platz 10 neben dem Linzer Josef Mahringer der einzige Österreicher, der für die EM Ende Mai in Liberec qualifiziert ist. Vielleicht schafft es ja noch ein 3. Fechter, dann ist auch eine Mannschaft startberechtigt.

 

Nachdem Lukas Ende der letzten Saison durch interne Vereinsquerelen eine Fülle von Steinen aus dem Weg räumen musste und dies auch sehr erfolgreich getan hat, hat sich nun gezeigt, dass sein Trainerteam mit Dimitrije Pauljev in der Südstadt, „Old Daddy“ Achim und Mutter Lissy, die nach ihrer Genesung auch im Training mit ihrem Ältesten wieder Vollgas gibt, sehr gut harmoniert.

 

Gleichzeitig kämpfte auch Schwester Lucia in Kopenhagen um die EM/WM-Quali. Deutlich verbessert gegenüber dem ersten Turnier in Klagenfurt scheiterte Lucia am Einzug in die besten 32 gegen die starke Portugiesin Alvim. Im Trainingslager in Tauberbischofsheim zum Jahreswechsel (gemeinsam mit „Bro Luk“) wird sie sich aber die nötige Power holen, um in Helsinki und Bratislava im neuen Jahr ihr Ziel zu erreichen.

Steirische Meisterschaften Allgemeine Klasse

 

Am 16.11 fanden die Steirischen Meisterschaften der Allgemeinen Klasse in Kapfenberg statt.

Der Fechtclub Graz war auch dort wieder mit voller Stärke anwesend.

Mit dem Sieg von Lukas Knechtl begann der Tag schon gut, jedoch wurde er noch besser, als seine Schwester Lucia Knechtl mit dem Sieg im Damendegen nachzog.

Sie setzte sich im knappen Finale 14:13 gegen Elisabeth Knechtl durch.

Lissys Weg ins Finale verlief über die Clubkollegin Marlene Mark, die sich so die Bronzemedaille erkämpfte. 


Zu guter Letzt siegte noch die Damenmannschaft (Lissy, Lucia, Marlene) und sicherte so dem Fechtclub Graz den dritten Titel. 


Zusammengefasst waren es am Ende: 3 x Gold 1 x Silber 1 x Bronze

 

Für die ersten Meisterschaften unseres jungen Vereins ein super Ergebnis! 


Gratulation geht an den UWK Graz, der im Herrendegen-Mannschaft den Titel holte.

 

Lukas Knechtl

Fechtclub Graz sorgt für steirische Siege in St. Johann

 

Vielleicht liegt es ja daran, dass es für viele von uns eines der Lieblingsturniere ist:

 

Auch heuer zeigte die FCG-Jugend beim ersten U12/U14-Ranglistenturnier in St. Johann eine sehr gute Leistung.

 

Allen voran wieder die Geschwister Trolp: Während Jara den U12-Damendegen-Wettbewerb nun schon seit 1 Jahr nach Belieben beherrscht und seit dieser Zeit ungeschlagen ist (!!!), demnach auch in St. Johann wieder siegreich war, hatte Schwester Alena in der U14-Klasse wesentlich mehr zu kämpfen: Sie siegte nach einem taktischen Blackout im Finale gegen die Linzerin Riede mit großer Nervenstärke am Ende doch noch mit 15-14 und machte damit wie schon beim letzten Ranglistenturnier im Mai in Klagenfurt den „Sister Act Trolp“ komplett.

 

Da Jara sich wohl in der U12 etwas unterfordert fühlte, startete sie erstmalig in der U14, nach Absprache mit Coach Achim aber mit kurzem Degen. Dass dies kein Nachteil war, zeigte die selbstbewußte junge Dame auf sehr beeindruckende Art und Weise: Erst im Halbfinale konnte Schwester Alena sie stoppen. Der Stockerlplatz 3 war aber der verdiente Lohn bei ihrem ersten Auftritt in der Jugend B.

Leider kam es im Viertelfinale auch zum internen Teamduell mit Leni Meissner, die ebenfalls an diesem Tag eine tolle Leistung zeigte. Nach einer Niederlage gegen Jara belegte Leni am Ende Platz 5 und machte das Top-Mannschaftsergebnis perfekt.

 

Aber auch die anderen FCG-ler hatten „ihren Tag“: In der Herrendegen-U14 erreichte Joseph Jöbstl mit Platz 7 sein erstes Finale. Johannes Gahr scheiterte im ersten KO, heimste sich aber wie Joseph ein großes Lob von Coach Achim ein, weil er sich sehr gut bewegt und sehr mutig gefochten hatte.

 

Auch bei der U12 im Herrendegen hätten wir fast Edelmetall gewonnen. Nici Siso Esche war am Morgen mit seinen Eltern extra aus Triest von einer Segelregatta angereist und bedankte sich für die Mühe auf seine Weise. Mit Platz 5 erreichte auch er im starken Teilnehmerfeld sein erstes Finale und hätte fast noch den Sprung aufs Stockerl geschafft, unterlag jedoch nur knapp mit 9:10. Guido Klein und Alex Jeglitsch erreichten nach gutem Wettkampf die Runde der besten 16, Vincent Klein muss mit seiner Spitze noch lernen, was er mit seinen schnellen Beinen schon kann.

 

Nach diesem Ergebnis hatte sich die Truppe am Montag beim Training ihren „Dschungel“ verdient, bei dem sie gemeinsam mit Präsident Lukas, Leo Zölß und Lucia Knechtl wieder Riesenspaß hatten.

 

Wieder einmal ein großer Dank an alle lieben Eltern, die uns begleitet haben, Cheforganisatorin Karin, Dunja für das tolle Rahmenprogramm und Max, der zwischen Kampfleiter- und Papa/Coachdasein souverän hin- und hereilte!!!

 

Wargalla/Gahr

Steirische Meisterschaften

 

Die Steirischen Meisterschaften bildeten den Saisonauftakt für unsere Jüngsten und waren gleichzeitig auch der erste Wettkampf für den neu gegründeten Verein.

 

„Girl of the day“ war Jara Trolp, die wie erwartet den C-Jugend-Wettbewerb beherrschte, überraschenderweise aber auch die B-Jugend und Doppelmeisterin wurde.

Bronze bei den Jüngsten gewann Valentina Dynkovski, die einen 1:6-Rückstand noch fast aufholte und nur knapp mit 9:10 ihr Halbfinale verlor, aber Bronze gewann. 

Ebenso Bronze gewann Alena Trolp bei der B-Jugend.

 

Bei den Jungs hatten wir im C-Jugendfeld eigentlich nicht so viel erwartet.

Wir wurden aber eines Besseren belehrt: Nico Siso Esche gewann sensationell Silber und Alex Jeglitsch bei seinem erst zweiten Turnier Bronze.

Platz 7 und 9 ging an die Gebrüder Klein, wobei Guido als ehemaliger Florettfechter nach 1 Woche richtigem Degentraining sein anfängliches Ziel „klar verfehlte“: 3 Treffer zu setzen. Es wurden in der Runde gar 3 Siege und fast hätte er sein KO-Gefecht um die Medaille auch noch gewonnen.

 

Im Herrendegen B starteten unsere 3 erstmalig in dieser Altersklasse. Außerdem schienen alle noch ein wenig müde von den Sommerferien. Bronze gewann Joseph Jöbstl, Platz 5 und 6 gingen an Johannes Gahr und Manoah Trummer.

 

Sicher kam dieser Wettbewerb viel zu früh, die Saison hat ja gerade erst begonnen. Mit dem 3. Trainingstag in der Woche und mehr taktischem Geschick werden wir aber dieses Jahr noch viel Freude haben.

 

Danke an die Trainer Lissy Knechtl und Archim Wargalla, die ihre Schützlinge perfekt auf den Wettkampf vorbereitet haben.

 

Danke an Max Oprzedek der sich für uns als Kampfleiter zur Verfügung stellte.

 

Danke allen Eltern für die Unterstützung, Karin Gahr für die perfekte Organisation und Präsident Lukas, der am Tag zuvor noch alle Waffen und Kabel gerichtet hat.

 

Wargalla/Mark

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